Die 4 Elemente des Menschen

In Adam, dem "ersten Menschen", war der göttliche Spirit, der von Gott in 2 Geschlechter aufgeteilt wurde, nachdem er sah, es ist "nicht gut, dass der Mensch allein sei", in Adam und Eva. Die Schlange im Paradies brachte Eva und Adam dazu, vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen (Gen. 3). Daraus folgte außer der geschlechtlichen eine weitere Teilung, der sogenannte "Fall" des Menschen (in die Horizontale bzw. das horizontale Denken), die sogenannte Dualität. Sowohl die männliche Yang-Qualität des Geistes als auch das weibliche Yin der Seele wurden gespalten in je eine vertikale und horizontale Hälfte. Die Elemente Feuer+Luft (Spirit) sind Yang, die Elemente Wasser+Erde (Äther-Medium) sind Yin. Und nach der Einverleibung der Erkenntnisfrucht wurden Geist und Seele jeweils nochmals aufgeteilt, aus 2 entstanden 4 Elemente. Das Yang (Geist) teilte sich auf in Höheren Geist vs. Verstand (Feuer vs. Luft), das Yin (Seele) teilte sich auf in Seele und Leib (Wasser vs. Erde). Entsprechend teilt sich im Menschen das Erleben in Höheren Spirit, Denken, Fühlen und Sinne auf. Die Teilung des Geistes wird in der Teilung in die rechte und linke Hirnhälfte körperlich sichtbar. Das ganzheitliche, höhere Denken wird dabei der rechten, der begrenzte logische Verstand der linken Gehirnhälfte zugeschrieben.
Die Erschaffung des Adam. Erstaunlich, wie rechts im Bild die Gehirnanatomie nachempfunden ist (Klick aufs Bild zum Vergrößern). Der Maler Michelangelo kannte sich mit menschlicher Anatomie aus.
Die Lebensweise des gesellschaftlich modernen Menschen zwingt ihn oft zur einseitigen Überbetonung des Yang. Geschätzt wird der trennende, logische Verstand, eher seltener werden Liebe, Inspiration, Poesie und ganzheitliches Denken gefördert. Ebenso besteht eine einseitige Ausrichtung auf den Körper (Erde) und die Sinne, weniger auf das Gefühlsleben und Seelenheil (Wasser). So entsteht der ganze Sumpf der Untugenden. Im unbewussten Yin der modernen Menschen dringt dessen negativer Aspekt an die Oberfläche - Gier und Sucht statt Lebenslust, Oberflächlichkeit und kindische Launen statt ehrlicher Gefühle, intrigante Manipulation statt aufrichtiger Einigung, Konsumzwang statt natürlichem Genuss, und so weiter. Wer fest in der linken Gehirnhälfte feststeckt, Gefühle nur unbewusst wahrnimmt, ist leicht manipulierbare Beute für cleveres Marketing und Propaganda der Medien.

Meditation kann die einseitige Dikatur des Verstands wieder zu einer harmonischeren Denk- und Handlungsweise führen, mit ehrlicher Liebe auch der Seele ihr Futter zukommen lassen. Wer zu einem lichtvollen und wirklich heilen Dasein gelangen möchte, für den führt kein Weg daran vorbei, sich den Tugenden zuzuwenden. Nur wer alle Elemente bewusst in sich bejaht und leben lässt, kann ein ganzer, gesunder und heiler Mensch sein.

Die Aura

Ask ok Emblu - Ask und Embla
örlöglausa. - Schicksalslos ("ohne Pfeil-Gesetz")
Önd au ne áttu, - sie hatten kein OND
ó au ne höfu, - sie hatten kein OD
lá né lti - sie hatten kein LA
né litu góa; - Farbe nicht gut;
önd gaf Óinn, - OND gab Odin
ó gaf Hœnir, - OD gab Hönir
lá gaf Lóurr - LA gab Lodur
ok litu góa. - und Farbe (war) gut.

(→ Völuspa)
In der nordischen Sage gibt es das '(l)itr', jene 'Farbe', die dem Menschen von den Göttern verliehen wird, die bildet das ätherische 'Kleid', welches moderne Esoteriker als Aura bezeichnen. Aus der indischen Philosophie lernt man über die Aura, dass sie aus wirbelnden Rädern, sog. Chakras gebildet wird, welche weiß und außerdem in allen Regenbogenfarben leuchten.
Die Gulveig, Goldkraft der nordischen Sage, das sagenhafte 'goldene Vlies', das Widderfell bei den Griechen, und andere in den Mythen als golden betitelte Dinge wie Äpfel, Tafeln, Bälle oder andere Schätze erzählen von dem goldenen Ätherlicht. Mit deutlicher Übereinstimmung haben Weise, Schamanen oder Alchimisten jeglicher Couleur zu allen Zeiten das Gold stets der Sonne zugeordnet. Auch die Ägypter personifizierten diese Kraft des Ätherlichts. Die Sonne streckt ihre Hände (Strahlen) aus und gibt den Menschen von ihrem 'Manna', der Lebenskraft, die Licht in die Aura bringt.



"Man stelle sich ein wohlgeordnetes, eher ovales, umgrenztes, wolkenartiges Gebilde in und um den Menschen vor mit rhythmisch wirbelnden, sternenartig aufblitzenden Lichtern. Die Lichtpartikel bewegen sich in einfarbigen, pulsierenden Strömen oder in vielfarbigen Verbänden. Dieses Lichtfeld ist in seiner elektromagnetischen Wirkung zum Teil messbar; die feststellbaren Frequenzen betragen 10-12 Hz.
Bei näherer Betrachtung grenzen sich drei in- und übereinandergelagerte ovale Energiefelder ab, aus unterschiedlich dichter, feinstofflicher Materie bestehend. Diese drei separaten Kraftfelder oder Auren mit ihrer Chakra-Steuerung durchdringen und überragen unseren sichtbaren physischen Körper. Der Vitalitätskörper (...) wird von den Auren des Emotions- oder Astralkörpers überstrahlt. Darüber hinaus erstreckt sich der Denk- oder Mentalkörper, der aus abermals feinerer Materie besteht. All diese Gebilde werden durch den entfernten, jedoch mit ihnen verbundenen spirituellen Körper, den des höheren Selbst, gelenkt.
Vitalitäts-, Emotions- und Denkkörper sind durch die sieben Chakren miteinander in Kontakt. Das sich zum Vitalitätskörper verdichtende Chi ernährt und erwärmt diesen. Sensitive Menschen fühlen diese Wärme, wenn sie die Hand wenige Zentimeter über der Körperoberfläche entlangführen. Diese Vitalwärme ist messbar und im Infrarotbereich deutlich erkennbar."
...
"Es gibt nicht nur die sieben Chi-arten, die den sieben Tönen der Tonleiter und gleichzeitig den sieben Regenbogenfarben entsprechen, sondern auch die sieben Planeten des Altertums (Mond, Venus, Merkur, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn), die sieben Hormondrüsen (Epiphyse, Hypophyse, Schilddrüse, Thymusdrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebennieren, Sexualdrüsen) und die sieben Chakren oder Energiewirbel ..." [→ Zahl 7]
...
"... fördern Gedankenkontrolle und innere Gelassenheit harmonisch klarfarbene und wohltönende Chakren. Sie ermöglichen es dem geistigen, goldenen Äther, sich im physischen Körper einzulagern und auszubreiten. Daraus ergibt sich, dass die menschliche Lebensenergie (Vitalitätskörper), die Gefühlswelt (Emotionskörper), das Denken, Wollen und die Lebensanschauung (Denkkörper) sowie Geisteshaltung und Bewusstsein (höheres Selbst) von der Funktion unserer Chakren und der Reinheit ihres Chi bestimmt werden."

Jahreszeit und entsprechendes Chi

JahreszeitFarbeChakra
FrühjahrgrünNabel-/ Solarplexus-Chakra (Leber und Galle)
SommerrotHerz-Chakra (Herz und Funktionskreise)
Zwischensaison [Spätsommer]gelbMilz-/ Sakral-Chakra (Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen)
HerbstweißKehlkopf-Chakra (Lungen und Dickdarm)
WinterblauWurzel-Chakra (Niere und Blase)

(aus: Ellen Grasse - Chakren- und Aura-Diagnose13)

Chakras
  7 Chakras Motto
  Kronen-Chakra Ich verstehe. Ich bin verbunden mit dem Geist
  3. Auge Ich sehe klar. Ich habe Übersicht.
  Kehlkopf-Chakra Ich spreche. Ich drücke mich frei aus
  Herz-Chakra Ich liebe. Ich bin offen, Liebe zu geben und anzunehmen.
  Solarplexus-Chakra Ich mache. Ich bin selbstbewusst.
  Milz-/Sakral-Chakra Ich fühle. Ich bin froh.
  Basis-Chakra Ich bin vital. Ich bin geborgen und sicher.
  7 Drüsen engl. Name
  Zirbeldrüse Pineal Gland
  Hypophyse / Hirnanhangdrüse Pituitary Gland
  Schilddrüse Thyroid Gland
  Thymus Thymus
  Nebenniere Adrenal Gland
  Bauchspeicheldrüse Pancreas
  weibl. Eierstöcke, männl. Hoden Ovary, Testis


Krone der Schöpfung


Kronenchakra und Epiphyse, Zirbeldrüse, engl. pineal gland, pinecone

Seele = Sonne - Element Feuer, Symbol: Kiefernzapfen (engl. pinecone), Zirbelnuss
Die Zirbeldrüse oder Epiphyse (engl. pineal gland) synthetisiert und scheidet Melatonin aus, das ist ein simpel strukturiertes Hormon, welches Informationen über die Lichtverhältnisse der Umwelt an verschiedene Teile des Körpers übermittelt. Dadurch hat Melatonin die Fähigkeit, Biorhythmen zu beeinflussen und hat damit wichtige Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion vieler Tiere. Durch ihre Licht umwandelnden Eigenschaften ist die Epiphyse auch unter dem Namen "Drittes Auge" bekannt.

Stirnchakra und Hypophyse = Hirnanhangdrüse, engl. pituitary gland

Persönlichkeitsmatrix = Mond = Brauen-Chakra = Hypophyse, Hirnanhangdrüse, engl. Pituitary Gland - Element Wasser
Ohne die Hypophyse oder Hirnanhangdrüse (engl. pituitary gland) gäbe es kein Leben. Ohne den Mond gäbe es kein Leben. Es gäbe auch keine Illusion. Vielleicht verursacht der Mond die Drehung der Erde. Dies würde vielleicht auch den Zyklus von Leben und Tod verursachen, was dann bedeuten würde, dass man Fortpflanzung braucht, um die Art zu erhalten. Damit hängt die Hypophyse zusammen.

Photonen kommen vom galaktischen Zentrum durch die Sonne und wirken auf den Mond ein. Informationen kommen durch das Kronenchakra durch die Epiphyse und wirken auf die Hypophyse ein. Es handelt sich um feinste Signale, die außerhalb der sinnlichen Wahrnehmung liegen. Insofern ist die Frage wichtig, inwieweit sich magnetischer bzw. Elektro-Smog und die diversen Frequenzen in unserer Umwelt auf diese Signale im Gehirn auswirken, welche notwendig sind, um die Botschaften zwischen der Epiphyse und Hypophyse auszutauschen.

Wenn man meditiert und spirituell wächst, so heißt es, würden die Energiefelder dieser beiden oberen Chakras sich vergrößern und miteinander überlappen. Meditierende berichten von einer Art Lichtblitz im Kopf und manchmal bekommt man dazu eine Art Information. Dies ist die Vereinigung von Seele und Persönlichkeit. Bei wiederholter Vereinigung, entsteht das Dritte Auge in multidimensionaler Form. Man "sieht dann mit den Augen der Seele". Der Mond hält uns in der Persönlichkeitsmatrix, welche trennend ist und auf dem Verstand basiert. Die Sonne befreit die Persönlichkeit von ihrer Matrix, indem sie seelische (Licht-) Energie in sie hineinströmen lässt, mit höherer, intuitiver Information. Wir sehen dann den "Plan" der Persönlichkeit, ihre Agenda, ihre Spielchen und können wählen, aus diesen herauszugelangen. Schließlich werden wir pures Bewusstsein und erkennen, dass wir immer schon das "Heilige" waren (Buddhisten nennen es die Buddha-Natur), vorübergehend gefangen in Illusionen.

"Seien Sie vor allem gelassen, so natürlich und weit offen wie nur möglich. Entschlüpfen Sie ganz leise den Fesseln Ihres gewohnheitsgebundenen ängstlichen Selbst. Lösen Sie alles Greifen und entspannen Sie sich in Ihre wahre Natur. Stellen Sie sich Ihre gewöhnliche, emotionsgeladene und gedankengeplagte Persönlichkeit wie einen Block aus Eis oder ein Stück Butter vor, das in der Sonne liegt. Wenn Sie sich hart und kalt fühlen, dann lassen Sie diesen Zustand im Sonnenlicht Ihrer Meditation sich auflösen und einfach dahinschmelzen. Lassen Sie den Frieden an sich arbeiten und Sie befähigen, Ihren zerstreuten Geist in die Achtsamkeit des "ruhigen Verweilens" zu sammeln und in Ihnen das Gewahrsein und die Einsicht des "Klaren Sehens" zu wecken. Und Sie werden erleben, wie Ihre Negativität entwaffnet wird, Ihre Aggressivität sich verflüchtigt und Ihre Verwirrung sich langsam, wie Nebel, in den ungeheuren und makellosen Raum Ihrer absoluten Natur hinein auflöst. Still sitzend, den Körper ruhig, schweigend, den Geist in Frieden, lassen Sie Ihre Gedanken und Emotionen - was immer auch erscheint - kommen und gehen, ohne an irgend etwas festzuhalten. ... In einer geistigen Atmosphäre von Humor, Offenheit und Großzügigkeit entsteht Meditation ganz mühelos."

(aus: Sogyal Rinpoche - Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben3 - S.86)

Nur in deinem Kopf...


Das Gehirn hat 3 Komplexe: Reptilienhirn, Limbisches System und Neocortex

Heilen durch Handauflegen - Animalischer Magnetismus

"Magnetische Kuren,
auf Anwendung des sogen. tierischen Magnetismus beruhende Heilversuche. Der tierische Magnetismus (Lebens-, Zoo- oder Biomagnetismus, Mesmerismus) galt im Sinn der ältern Naturwissenschaft als eine hypothetische Kraft, die man unpassenderweise mit dem Magnetismus verglichen hat, weil sie, wie dieser, durch Bestreichen geweckt oder von dem "Magnetiseur" auf den Kranken übertragen werden sollte, um in wohlthätiger Weise auf das Nervensystem desselben einzuwirken. Der Entdecker des sogen. tierischen Magnetismus, Mesmer (s. d.), studierte um 1772 die Wirkung des Magnets auf den menschlichen Körper und bemerkte hierbei, daß auch ohne Anwendung des Magnets, durch bloßes Streichen mit den Händen, eigentümliche Wirkungen hervorgebracht wurden, die eine rätselhafte, auf den menschlichen Organismus wirkende Kraft zu bekunden schienen. Er machte davon Anwendung zur Heilung von Krankheiten und erregte durch seine glücklichen sogen. "magnetischen" Kuren großes Aufsehen.
Wienholdt, Olbers, Bökmann und Gmelin suchten die Lehre von dieser vermeintlichen Kraft wissenschaftlich zu begründen. Wolfart, ein Schüler Mesmers, gründete eine "magnetische" Heilanstalt in Berlin; Kieser, Hufeland, Passavant, Baader, Ennemoser u. a. schrieben zustimmend und anerkennend über tierischen Magnetismus. Es bildete sich eine Theorie heraus, nach welcher den Fingern, den Augen, dem Hauch des sogen. Magnetiseurs ein eigentümliches ätherisches Fluidum entströmen sollte, eben dieser tierische Magnetismus, welcher durch den bloßen energischen Willen sogar in weite Ferne entsendet werden könnte, um in der "magnetisierten" Person höchst merkwürdige Nervenzustände zu erzeugen.
Kieser bezeichnete diese Kraft als Tellurismus oder, soweit sie von Metallen ausströmt, als Siderismus; Gmelin, Passavant u. v. a. wollten den Nervenäther darin erkennen; am meisten Beifall aber fand der Freiherr von Reichenbach, indem er in der Ausströmung der Hände eine besondere, bis dahin unbekannte, wohlcharakterisierbare Naturkraft, das Od, nachzuweisen bemüht war. Zunächst äußert sich die Wirkung der in verschiedener Weise und besonders über die leidenden Körperteile geführten Striche in der Erzeugung eines mehr oder weniger tiefen Schlafs, der indessen durch Braids Beobachtungen 1843 seines geheimnisvollen Charakters entkleidet worden ist. Bei besonders dazu neigenden Personen sollte sodann der Tiefschlaf bald in den Zustand des Schlafwachens oder Somnambulismus übergehen, in welchem Fragen beantwortet werden und angeblich das geistige Vermögen der Betreffenden, von den gewöhnlichen Fesseln befreit, nicht nur den Zustand des eignen Körpers völlig durchschauen, sondern auch die geeigneten Heilmittel für denselben erkennen, ja in den gesteigerten Zuständen dieses Schlafwachens, die man als Hochschlaf oder Hellsehen bezeichnet, die Vergangenheit, Zukunft und räumliche Ferne durchdringen sollte."

(Meyers Konversations-Lexikon, 1888)

Mesmer, der mit dieser Magnetmethode [das Auflegen von Eisenmagneten] gute Erfolge hatte, versuchte eines Tages, den Eisenmagnet durch die menschliche Hand zu ersetzen. Da auch diese Behand-lung durch die Hand erfolgreich war, schloß Mesmer, daß auch dem Menschen eine Kraft innewohne, die der des Magnetismus ähnlich sei. Er nannte diese Eigenschaft "animalischen Magnetismus". Animalisch meint in diesem Zusammenhang: "lebendig-beseelt". Hiermit wollte er lediglich den Unterschied zwischen dem Ferromagnetismus des Eisens und der analogen Kraft der menschlichen Hand ausdrücken. Es zeugt von einiger Dummheit, daß man "animalischen Magnetismus" mit "tierischem Magnetismus" übersetzte.
Mesmer schrieb ein umfangreiches Werk, in dem die theoretischen Grundlagen des animalischen Magnetismus dargestellt werden. Dank seiner großen Heilerfolge wurde er zum Wunderarzt seiner Zeit, der gleichermaßen verehrt wie gehaßt wurde. Er mußte Wien verlassen und lebte anschließend in Paris, wo er die Prominenz der Welt mit seiner Methode, die nach ihm auch als "Mesmerismus" bezeichnet wurde, behandelte. Die französische Akademie der Wissenschaften begann schließlich, diesen umstrittenen animalischen Magnetismus wissenschaftlich zu untersuchen, um die öffentliche Diskussion über diese neue Heilmethode endgültig zu entscheiden. Nach sorgfältiger Prüfung kam das wissenschaftliche Gremium zu dem Schluß, daß die von Mesmer behauptete magnetische Kraft nicht nachweisbar sei. Damit war das wissenschaftliche Todesurteil über Mesmer gesprochen, der seinen Aufenthaltsort noch einmal wechseln mußte und schließlich einsam und arm starb.
Wohl aus einem nicht unberechtigten Schuldgefühl heraus versucht nun unsere heutige Wissenschaft, Mesmer nachträglich zu rehabilitieren. So wird er heute in allen Lehrbüchern als "der eigentliche Vater der Hypnose gefeiert, dessen Tragik es war, zwar die Wunderkräfte der Hypnose entdeckt zu haben, sie aber völlig falsch als Magnetismus interpretiert zu haben". Hier wird Mesmer zum zweiten Mal wissenschaftlich gekreuzigt. Dieser arme Mann hatte mit Hypnose aber auch gar nichts zu tun. Man kann nicht einen Verstorbenen zum Stammvater einer Sache machen, um die er sich ein Leben lang nie kümmerte.
Die Wissenschaft verstand damals den Magnetismus nicht und sie versteht ihn heute immer noch nicht. Magnetismus ist eine eigenständige Behandlungsmethode, die nach wie vor von den Magnetiseuren ausgeübt wird. Magnetismus hat mit Hypnose nichts zu tun. Die Medizin täte gut daran, Mesmers Werk über den Magnetismus gründlich zu studieren, um endlich eine alte, schon zu alte Wissenslücke zu schließen.

(aus: Thorwald Dethlefsen - Schicksal als Chance, Bertelsmann 1979, S. 46f)

Galvani prägte den Begriff Tierische Elektrizität, eine vom tierischen Organismus selbst erzeugte Elektrizität, welche sich von der anorganischen unterscheidet.

Der sowjetische Wissenschaftler Gurwitsch machte 1922 die Entdeckung der mitogenetischen Strahlung, er erkannte das regulierende biologische Feld, durch welches alle Zellen eines Organismus zusammenhängen.